Die Geschichte und Zukunft der Videothek

Die Geschichte und Zukunft der VideothekHmm, wann und wo hat die erste Videothek seine Pforten geöffnet? Wir ziehen unseren Hut, wenn Sie das wissen. Die erste Videothek eröffnete ein gewisser Herr Eckhard Baum im Jahre 1975 in Kassel.


Damals verlieh Herr Baum noch Super8-Filme und nahm Fernseh-Sendungen auf VHS-Kassetten auf. Diese verlieh er in seiner Videothek. Er steht damit sogar im Guinness-Buch der Rekorde - Interessant nicht wahr...

 

Als im Jahre 1975 die VHS-Kassette das Licht der Welt erblickte dauerte es nicht lange bis überall Videotheken aus dem Boden empor schossen. In den USA eröffnete George Atkinson im Jahre 1977 die erste Videothek.

 

Filmstudios erkannten das riesige Potential, das sich mit einer Videothek offenbarte. Nacheinander begannen diese Ihre Kino-Filme auf VHS-Kassetten zu veröffentlichen und zu vermarkten. 

 

Es fand ein regelrechter Videotheken-Boom statt. Man konnte beobachten wie Videothek für Videothek erst in der Nachbarsstadt und selbst in vermeintlich abgelegenen Dörfern seine  Zelte aufschlug. Ende der 80er Jahre gab es schon über 1000 Videotheken in Deutschland.

 

Mit der DVD erschien 1995 ein neues Speicher-Medium. Die Bild- und Ton-Qualität der Filme waren besser und beeindruckender als auf üblichen VHS-Kassetten. Es dauerte nicht lange bis diese die VHS-Kassette verdrängt hatte. Hier hatte übrigens die Erotik-Industrie seine Finger im Spiel. Diese entschied sich für das VHS-Format und gegen die damalige Konkurrenz "Betamax" und "Video2000".

 

Mitte der 90er prägten in Deutschland über 4000 Videotheken das Landschaftsbild unserer Städte. Im Schnitt führte jede Videothek etwa 3000 DVDs in seinen Regalen. Das Sortiment wurde erweitert. Inzwischen fand man in einer Videothek nicht nur Spielfilme sondern auch Dokumentationen, Serien, Musik-Filme und PC- und Konsolen-Spiele.

 

Neue Videotheken-Modelle entstanden. An Straßenecken und Tankstellen sieht man nun des öfteren eine Automaten-Videothek stehen. Der Vorteil liegt darin 24 Stunden am Tag Filme auszuleihen. In Großstädten entstanden Taxi-Videotheken. Wie beim Pizza-Lieferservice werden auf Anruf seine Wunsch-Filme nach Hause geliefert.


Die Zukunft hat begonnen: Das Internet ebnet neue Verleih-Möglichkeiten 

Im Jahre 1991 erblickte das World Wide Web (Internet) das Licht der Welt. Etwa 10 Jahre später wurde die erste Online-Videothek gegründet.  Weitere Videotheken folgten - Die zukunftsweisende Form des Filme-Verleihs erobert den Gipfel im Sturm. Die Vorteile einer Online-Videothek überzeugen und erfreuen sich großer Beliebtheit bei vielen Mitmenschen.

 

Der Filme-Verleih durch eine Online-Videothek erlebt bis heute einen unglaublichen Boom. Vielen werden die großen Vorteile einer Online-Videothek erst seit kurzem richtig bewusst:

Sich seine Wunsch-Filme gemütlich von zu Hause am eigenen PC auszusuchen. Sich diese bequem in den eigenen Briefkasten liefern zu lassen; und zwar unabhängig von Wind und Wetter. Diese zur Rücksendung einfach in den nächsten Briefkasten einzuwerfen.

 

Eine weitere Möglichkeit in einer Online-Videothek ist es seine Wunsch-Filme per "Video on Demand" zu leihen. Dies geschieht am eigenen PC per Filme-Stream oder Filme-Download. Man spart sich hierbei sogar den Weg zum Briefkasten.

 

Eine Online-Videothek ist aber nicht nur eine Videothek an sich. Diese sind zu umfangreichen und informativen Filme-Portalen gewachsen. Vielzählige Filme-Trailer und  ausgiebige Filme-Rezensionen gehören längst zur Normalität einer Online-Videothek.

 

Der Trend von einer lokalen Videothek zur Online-Videothek nimmt weiter stark zu. Die Anzahl der lokalen Videotheken im Jahre 2009 betrug über 2500 Stück. Im Vorjahr waren es noch über 2900 Videotheken. Über 400 Automaten-Videotheken zieren derzeit unsere Städte. Im Vorjahr waren es noch 580 Automaten.


Welches Speicher-Medium wird in Zukunft die Regale unserer Videotheken prägen?

Vermehrt findet man Blu-ray-Speichermedien in den Regalen einer Videothek. Auf diesen werden HD-Filme (also hochauflösende Filme) gespeichert. Diese werden in den nächsten Jahren die DVD aus den Regalen verschwinden lassen. So wie damals die DVD die VHS-Kassette verdrängt hatte.

 

2007 betrug der Blu-ray-Spielfilm-Verleih weniger als 1%. Im Jahre 2008 betrug dieser knappe 2%. Doch im Jahre 2009 stieg dieser schon auf fast 6% an. Derzeit stehen über 4400 DVDs im Schnitt in den Regalen einer Videothek. Blu-rays stehen im Schnitt mit über 300 Stück zu Buche.

 

In Deutschland wird bald das analoge Fernsehen auf digitales Fernsehen umgestellt. Hierdurch kann prognostiziert werden, dass sehr viele Haushalte in einen neuen HD-Fernseher investieren werden.

 

Der Einsatz von Blu-rays macht für die Mehrheit der Haushalte erst dann Sinn. Blu-ray-Player-Käufe werden ebenfalls stark zunehmen. Oder kennen Sie jemanden der heute keinen DVD-Player sein eigen nennt? Von diesem Zeitpunkt an werden die DVDs aus den Regalen verschwinden.

 

Fazit - Videothek

Das Gesicht unserer Videothek hat sich seit 1975 stark gewandelt. Alles begann mit der VHS-Kassette. Heute ist die DVD das häufigste Leih-Medium. In den Videotheken- Regalen werden in wenigen Jahren Blu-ray-Speicher-Medien hauptsächlich das Landschafts-Bild prägen - Das ist sicher. Inzwischen lassen sich dank Online-Videotheken Filme bequem per "Video on Demand" am PC leihen.

 

Die vielzähligen Vorteile einer Online-Videothek haben die Videotheken-Nutzer überzeugt. Die Tendenz ist eindeutig - Die Anzahl neuer Online-Videotheken-Kunden nehmen aktuell stark zu.