Wie entsteht ein 3D Video?

Wie entsteht ein 3D-Video?3D-Filme sind seit Avatar wieder in aller Munde, tatsächlich handelte es sich dabei gar nicht um eine neue Idee - die 3D-Filmtechnik erlebte ihre erste Blütezeit bereits während den frühen 50er Jahre!

 

Die Idee und erste Umsetzungsversuche reichen sogar noch weiter zurück; das erste Patent meldete in den 1890er Jahren William Friese-Greene an.

Ein 3D Video basiert auf der Nutzung eines stereoskopischen Verfahrens zur Erzeugung eines Tiefeneindrucks bei der visuellen Wahrnehmung. Was sich genau dahinter verbirgt erzählen die folgenden Zeilen...

Was verbirgt sich hinter der 3D Technologie?

Im Prinzip gibt es viele Möglichkeiten ein 3D Video darzustellen. Da Filme hauptsächlich für das Kino produziert werden und die vorhandene Infrastruktur bei der Produktion nicht außen vor gelassen werden kann, sind innovative Technologien wie Volumendisplays (3D-Displays zur visuellen Ansicht eines Objekts in alle 3 Dimensionen) hierfür völlig umpraktikabel. Im Gegensatz zu Volumendisplays sind Kinoleinwände selbst nur zweidimensional, weshalb verschiedene 3D-Aufnahmetechniken entwickelt worden sind, deren Bilder erst unter Zuhilfenahme von Rot-Grün-Filtern, Shutterbrillen, Polarisationsbrillen oder RealID-Brillen als 3D Video wahrgenommen werden, obwohl keines der aufgenommenen Bilder für sich dreidimensional wahrgenommen werden würde.


Ursprünglich nahm man dazu die selbe Szene mit zwei Kameras auf, die bei der Aufnahme den selben Abstand zueinander hatten wie zwei menschliche Augen. Dieses Prinzip ist im 3D Video allgegenwärtig, unabhängig davon ob das Video wie früher auf verschiedenen Filmbändern, auf nur einem Filmband oder wie heute digital aufgenommen wurde. Aktuelle Kamerasysteme vereinen zur besseren Handhabung der Kamera einfach zwei Linsen im selben Gehäuse. In der Verwendung von doppelt so vielen Bildern - im Gegensatz zu einem normalen Film - findet man den Grund für die Speicheraufwendigkeit eines 3D Videos. Dieses passt somit in der Regel nicht mehr auf eine DVD. Aus diesem Grund erscheinen fast ausschließlich 3D-Videos auf Blu-ray Datenträgern ihren Weg in den Handel.


Um im Kino, vor dem TV oder vor der Beamer-Leinwand seine Wunschfilme in 3D wahrnehmen zu können, finden und erfinden die Entwickler immer neue Wege. Wie bereits erwähnt, kommen hierfür 3D-Brillen zum Einsatz. Bei diesen, die auf die Shuttertechnik zurückgreifen, müssen z.B. mindestens 48 Bilder pro Sekunde auf die Leinwand projiziert werden. Der Projektor steuert die Brillen der Zuschauer anhand von Infrarotsignalen, damit eine Verdunklung der Brillengläser stattfindet. Und zwar so, damit jedes einzelne Bild nur auf einem Auge zu sehen ist. Auf dieser Wahrnehmung (unterschiedliche Bilder auf dem linken und rechten Auge) basieren alle 3D-Techniken.

Die technische Umsetzung eines 3D Videos in Animationsfilmen, also in CGI generierten Filmen, funktioniert konzeptionell auf die gleiche Weise. Dabei wird der ganze Film anhand von zwei virtuellen Kameras zu einem dreidimensionalen Modell erfasst.

Zur Zeit entstehen laufend neue Verfahren, die immer bessere Resultate in der 3D-Video Darstellung hervorbringen. Es bleibt weiterhin spannend, was uns die Zukunft bringen und zeigen wird.

 

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