3D-TV Wissen: Die Shutterbrille

Die 3D-ShutterbrilleMit dem Erscheinen von Filmen wie Avatar hat die 3D Technologie einen riesigen Satz in Sachen Beliebtheit gemacht.

In diesem Artikel wird speziell auf die Funktionsweise der 3D Shutter Technologie sowie ihre Vor- und Nachteile eingegangen.

Es wird erklärt, auf was man beim Kauf einer 3D Shutterbrille achten muss.


Was verbirgt sich hinter einer 3D Shutterbrille?

Bei der 3D Shutter Technologie zeigt der Bildschirm in einer unglaublich schnellen Abfolge (bis zu 800 verschiedene Frames pro Sekunde) abwechselnd die linke und rechte Hälfte des dargestellten Films. Ohne Brille sieht das von außen gesehen eigenartig aus, da das Bild sehr stark zu flimmern scheint. Sobald man jedoch eine Shutterbrille aufsetzt, sieht das Ganze sofort anders aus, der Zuschauer erhält einen bleibenden 3D-Eindruck serviert.

Bei der Shutter-Technik strahlt der TV-Bildschirm ein Bild in 2 unterschiedlichen Hälften aus. Diese werden dem rechten sowie linken Auge abwechselnd übermittelt. Im Millisekundentakt wird mit der gleichen Rate, mit welcher der Bildschirm die 2 verschiedenen Hälften des Bildes zeigt, ein Glas der Shutterbrille jeweils lichtdurchlässig sowie das andere lichtundurchlässig. Dadurch entsteht beim Betrachter der Eindruck eines dreidimensionalen Bildes.

Der wichtigste Vorteil dieses Verfahren  ist die Tatsache, dass ein Film für die Anwendung der 3D Shutter Technologie nicht extra in ein 3D Format konvertiert werden muss. Allerdings ist diese Technik noch nicht ganz ausgereift, so treten des Öfteren Fehler in Form von doppelten Rändern und Konturen auf. Diese Erscheinung wird auch Crosstalk bzw. Ghosting genannt. Tritt dieser Fehler auf, ist die Brille meist nicht exakt synchron mit der Bildwechselrate des Fernsehers eingestellt. Das heißt, dass beispielsweise das linke Auge für einen Sekundenbruchteil noch das aktuelle Bild des rechten Auges sieht, wodurch die beiden Bilder übereinander geschoben werden und somit der Eindruck von zweifachen Rändern entsteht.

Im Vergleich mit der Polarisationstechnik hat die Shuttertechnik deutlich das Nachsehen, da beim Polarisationsverfahren der Effekt der doppelten Ränder gar nicht bzw. nur sehr schwach auftreten kann. Den Shutterbrillen fehlt es - aufgrund der Größe - zudem am Tragekomfort. Zudem sind dies relativ teuer in der Anschaffung. Hierbei sind Polarisationsbrillen, die oft in Kinos verwendet werden, aufgrund ihres leichten Gewichts viel angenehmer zu tragen.

Beim Kauf einer Shutterbrille sollte somit neben dem Preisfaktor auch darauf geachtet werden, dass die Brille nicht zu schwer ist. Denn ohne vernünftiges Tragen, wird aus dem Filmspaß schnell ein Alptraum. Doch viel wichtiger ist die Prüfung der Funktionalität mit dem eigenen 3D-Fernsehgerät. Nicht jede Shutterbrille funktioniert mit jedem 3D-Fernseher bzw. umgekehrt.


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