Beamer-Leinwand Kaufberatung: Format, Typ & Größe Teil 1/2

Beamer-Leinwand Kaufberatung: Teil 1 von 2Wer beim Kauf eines Beamers sein ganzes Budget in diesen investiert, der macht grundlegend einen schwerwiegenden Fehler. Nur wer zudem in eine leistungsstarke Leinwand investiert kann aus dem Beamer das Maximum ziehen.

 

Andernfalls wäre das so - um es ein wenig überspitzt auf den Punkt zu bringen - als würde man seinen neuen Luxus-Wagen auf spärlichen 155cm breiten 14 Zoll Reifen laufen lassen.

 

Das würde alles andere als gut aussehen...

 

Dieses 2-teilige Tutorial erklärt Schritt für Schritt alles was man über seine neue Beamer-Leinwand wissen muß...

 

Leinwand und Beamer gehen Hand in Hand - müssen als Gesamt-System angesehen werden. Nur wenn die Qualität auf beiden Seiten stimmt, holt man aus diesem System die bestmögliche Bildqualität heraus. Und das wünscht sich schließlich jeder Home-Cinema-Fan: Eine beneidenswerte, gestochen scharfe Bildqualität.

 

Es ist nicht im Sinne des Erfinders und zudem eine Geld-Verschwendung, wenn man in einen tollen Beamer investiert und auf Grund einer minderqualitativen Leinwand nur einen Leistungs-Bruchteil aus seinem Beamer erzielt.

 

An wen richtet sich dieses Tutorial?

Jeder der sich einen Beamer bzw. eine Leinwand kaufen möchte und bei der Auswahl keine wichtigen Faktoren (Gain-Faktor, Beamer-Abstand, usw.) unberücksicht lassen oder vergessen möchte.

 

Wie ist dieses Tutorial aufgebaut?

Es handelt sich um eine Schritt für Schritt Anleitung. Man kann im Prinzip nichts falsch machen, wenn man diese sukzessive durchliest.

 

Welche Hilfmittel werden benötigt?

Zur Ermittlung und Analyse der Umgebung bzw. des Wohzimmers/Heimkinos werden folgende Hilfsmittel benötigt:

  • DIN-A4 Blatt, kariert
  • Bleistift
  • Geodreieck
  • Meterstab

Was wählt man zuerst, den Beamer oder die Leinwand?

Prinzipiell ist es ratsam zuerst die Leinwand auszuwählen, bevor man sich an die Auswahl eines Beamers macht. Wenn man schon einen Beamer hat, dann ist das kein Beinbruch. Die folgenden Zeilen gehen auch auf diesen Fall ein.

 

Für die Auswahl der Leinwand erfasst und analysiert man zuerst seine Umgebung und wählt dementsprechend eine passende Leinwand aus. Anschließend wählt man einen Beamer aus, der zur Umgebung und zur Leinwand passt. Warum das so ist und wie das geht? - Darauf gehen die folgenden Zeilen intensiv ein...

 

Auf was muß beim Kauf einer Beamer-Leinwand geachtet werden?

Schritt 1: Leinwand-Format berücksichtigen

Zuerst entscheidet man sich für ein Leinwand-Format (16:9, 4:3, 3:2, 21:9, 1:1, 16:10, 2:3, 2,35:1, 1,85:1). Die meisten Filme werden im Format 16:9 wiedergegeben, dementsprechend macht es Sinn - gerade im Home-Cinema-Sektor - eine Leinwand im 16:9 Format auszuwählen.

 

Sie haben schon einen Beamer? Dann wählen Sie das Leinwand-Format entsprechend dem Format Ihres Beamers aus.

 

Schritt 2: Leinwand-Typ auswählen

Es gibt Leinwände die werden fix an der Wand angebracht sowie Leinwände die von Hand sowie elektrisch eingerollt werden können. Eine fix angebrachte Leinwand kann störend wirken (z. B. im Familien-Wohnzimmer). Die Lösung ist eine Rollo-Leinwand. Nach dem Film-Spaß fährt man die Leinwand einfach wieder ein. Andererseits ist die Anschaffung einer fix montierten Leinwand in der Regel günstiger. Für einen speziellen Kino- bzw. Home-Cinema-Raum ist eine fix montierte Leinwand eigentlich Pflicht.

 

Bei der Anbringung an der Wand muss darauf geachtet werden, dass das Leinwand-Tuch nicht verzieht und keine Wölbungen entstehen - es würden dadurch Bildfehler auftreten. Wichtig ist hierbei, dass auf schwere sowie minderqualitative Leinwand-Tücher verzichtet wird.

 

Schritt 3: Leinwand-Größe ermitteln

Nun ermittelt man seine Umgebung, in der Beamer und Leinwand ihr Zuhause finden werden. Hierzu nimmt man Stift, Papier und Geodreieck zur Hand und zeichnet seine Umgebung auf. Hierbei ermittelt man den Abstand von der Leinwand zum Zuschauer (Kopf/Augen) bzw. den Sitzabstand. Das könnte dann z. B. wie folgt aussehen:

Beamer-Abstand-Leinwand

 

In diesem Beispiel wurde ein Sitzabstand von 3,5m ermittelt. Die maximale Leinwand-Breite errechnet man mit folgender Formel: Maximale Leinwand-Breite = Sitzabstand : 2

In unserem Beispiel bedeutet das: Maximale Leinwand-Breite = 3,5m : 2 = 1,75m

 

Die Leinwand-Höhe (z. B. 16:9 Format) berechnet man wie folgt:
Leinwandbreite:Leinwandhöhe -> 16:9 -> 1,78:1 -> 1,75m:Xm -> 1,75m:0,98m -> Leinweindbreite: 1,75m | Leinwandhöhe: 0,98m

 

Ist eine Leinwand zu groß tritt schnell der Tennis-Effekt ein oder man erhält schneller als einem lieb ist einen steifen Nacken vom andauernden nach oben schauen - das ist nicht schön und tut auf Dauer weh. Deshalb handelt es sich bei der obigen Formel um die maximale Leinwand-Breite. Im Zweifel lieber eine schmalere Leinwand auswählen - es sei denn man mag es im Kino in der ersten Reihe zu sitzen.

 

Zudem achtet man darauf, dass die Leinwand einen schwarzen Rand bzw. einen Rahmen aufweist (Rahmen-Leinwand). Dadurch wird für das menschliche Auge ein Kontrast erzeugt, der den Bildeindruck angenehmer erscheinen läßt. Die obige, ermittelte Leinwand-Größe bezieht sich sinngemäß auf die Nutzfläche der Leinwand (weiße Fläche), also ohne den schwarzen Rand:

Beamer-Rahmenleinwand_ohneBeamer-Rahmenleinwand_mit

Der zweite Teil widmet sich unter anderem dem Gain-Faktor einer Leinwand...

 

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