Video on Demand - Was ist das?

Video on Demand Download Schon Ende der 1990er Jahre begann sich der Online-Verleih von Videofilmen als Alternative zur herkömmlichen Videothek zu etablieren. Dank schneller DSL-Anschlüsse ist es heute nicht mehr unbedingt nötig, sich ausgeliehene DVDs mit der Post zuschicken zu lassen: Video on Demand bietet einem die Möglichkeit, Filme über das Internet zu übertragen und sie sich dann zuhause auf dem Monitor oder dem Fernseher anzuschauen. Dies geschieht entweder per Download — der Film muss also komplett heruntergeladen werden, bevor man ihn sich ansehen kann — oder per Stream. Letzteres bedeutet, dass man mit dem Anschauen des Films schon beginnen kann, während er noch geladen wird, erfordert allerdings eine schnelle Internetverbindung.

Video on Demand StreamIn Deutschland existiert eine ganze Reihe von VoD-Anbietern, von denen maxdome mit einer Auswahl von etwa 45.000 Videos zurzeit der größte ist. Bezahlt wird in der Regel pro Film oder Sendung, wobei die größeren Anbieter verschiedene Pakete zur Auswahl stellen, bei denen man sich für einen monatlichen Festpreis eine bestimmte Anzahl von Filmen anschauen kann. Telekom und Vodafone kombinieren internet-basiertes Fernsehen (IPTV) mit dem Zugriff auf eine Online-Videothek: Zusätzlich zu den regulären Fernsehsendern und Video on Demand gibt es hier noch die Möglichkeit, Fernsehsender zu abonnieren, die auf ein bestimmtes Gebiet wie Spielfilme, Dokumentationen oder Kindersendungen spezialisiert sind. Außerdem bieten viele Fernsehsender ihre kürzlich ausgestrahlten Sendungen als Videostreams an: Hier existieren Angebote wie die ZDF-Mediathek oder Arte+7, die durch Rundfunkgebühren finanziert sind und daher kostenlos angeschaut werden können; private Sender dagegen finanzieren ihre Online-Angebote durch Werbung oder bieten zusätzlich Inhalte an, für deren Abruf bezahlt werden muss.

Welche Voraussetzungen — neben der bereits erwähnten schnellen Internetverbindung — erfüllt sein müssen, um VoD-Angebote nutzen zu können, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter: So können zum Beispiel manche Inhalte nur auf dem Rechner angeschaut werden. Je nachdem, was für Hardware man verwendet, besteht aber unter Umständen die Möglichkeit, PC und Fernseher miteinander zu verbinden. Wer keinen lauten PC in seinem Wohnzimmer stehen haben möchte, kann Inhalte auch per Netzwerk auf seinen Blu-ray-Player übertragen — ein entsprechendes Modell vorausgesetzt.

Es muss aber nicht unbedingt ein PC laufen, damit man sich Video-Movies aus einer Online-Videothek anschauen kann: Bei den größeren Anbietern ist es möglich, eine Set-Top-Box an den Fernseher anzuschließen, die per Netzwerkkabel oder über WLAN mit dem Internet verbunden wird — je nach Anbieter ist es sogar möglich, eine solche Box zu kaufen oder zu mieten. Viele Smart-TVs und Blu-ray-Player, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, bieten einem häufig Zugriff auf diverse Video on Demand Anbieter.